• Tim

Der Saisonjob

Aktualisiert: 6. März 2018

Seit Tagen arbeite ich jeden Morgen, wenn ich in der Gondel, auf dem Weg zur Arbeit, sitze, an diesem Blogbeitrag.


Seit gut 3 Wochen sind wir nun in der Schweiz und es gefällt uns wirklich gut! Die Landschaft, mit all den großen, verschneiten Bergen, ist der Wahnsinn, die Menschen sind unglaublich freundlich, das Wetter ist bombenmäßig, das Team bei der Arbeit ist super und das Ski und Snowboard fahren macht extrem viel Spaß, auch wenn alle Muskeln und Knochen schreien. An Vitamin D mangelt es, trotz Winter, dieses Jahr ausnahmsweise mal nicht! 😀


Die ersten Tage auf der Arbeit sind für mich persönlich ein Kampf. Da ich noch nie im Restaurant gearbeitet habe, damit keinerlei Gastroerfahrung mitbringe, am ersten Tag keiner Zeit hat mir irgendwas zu erklären und ich den Umgang mit vielen Menschen nicht gewohnt bin, fühlt sich das Ganze erstmal an wie die beschissenste Idee, die ich jemals hatte! Die Eröffnung verläuft stressig und ich bin froh, als das Restaurant fertig vorbereitet ist, die ersten Tage mit Gästen gelaufen sind und 4 Tage Urlaub folgen.


Aufgrund der kurzen Nächte der Arbeitswoche schlafen wir erstmal gemütlich aus und fahren nach einem ausgiebigen Frühstück mit unseren gratis Skipässen auf die Piste, um unsere Wintersportkünste zu präsentieren. 😀 Wider Erwarten läuft es, trotz mindestens 10 Jahren ohne Snowboard oder Ski unter den Füßen, bei uns beiden echt gut!


Wir verbringen den Großteil unserer freien Tage bei strahlendem Sonnenschein auf den Bergen und als wir wieder an die Arbeit müssen, wünschen wir uns, wenigstens ein bisschen entspannt zu haben. Aber dafür ist es zu spät… Der Muskelkater brüllt wie ein Löwe und es warten stressige Tage auf uns. Das war wohl nicht ganz so gut durchdacht! Aber was soll‘s…. 😀

Alle 4 Tage, die wir frei haben, ist das Wetter grandios. Am folgenden Arbeitstag ist es bedeckt und es schneit leicht. Dadurch bleibt der erwartete Ansturm aus und wir stehen uns die Beine in den Bauch. Dann doch lieber stressig…

Dieser Wunsch lässt nicht lange auf sich warten. Gleich am nächsten Tag rennen uns die Wintersportler die Tür ein und bestellen, was das Zeug hält. Langsam bin ich im Workflow und weiß was zu tun ist. Es folgen Momente, in denen ich tatsächlich Spaß bei der Arbeit habe! Die Freundlichkeit scheint mir ins Gesicht gemeißelt zu sein, egal wie meine Laune auch ist. Eine ganz neue Erfahrung!! 😀

Viel Freizeit bleibt neben der Arbeit nicht. Morgens laufe ich eine Stunde, überwiegend bergauf, mit Lucy, damit sie ausgelastet ist und ich ruhigen Gewissens zur Arbeit gehen kann. Am Nachmittag das Selbe dann nochmal. Und das, wenn die Füße und Beine, von der Rennerei im Restaurant, sowieso schon schmerzen. Aber was tut man nicht alles für so eine süße, kleine Fellwurst!

Trotz aller Anfangsschwierigkeiten und dem nomadischen Drang weiterzuziehen, haben wir hier eine tolle Zeit und schon eine Menge nette Menschen kennengelernt. Das ist wohl einer der Vorteile, wenn man mal länger als 1-2 Tage an ein und dem selben Ort ist. Man macht schnell neue Bekanntschaften. Vor allem, wenn man meilenweit von seinem gewohnten, eingeschworenen Umfeld entfernt ist!

Nichtsdestotrotz freuen wir uns auf die Weiterreise Ende März. Denn so schön die Berge und der Winter auch sind, 30°, Sonne, Strand und Palmen in einer einsamen Bucht sind doch eher unsers! 😉

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Reisen in grün

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