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  • Tim

Die Überfahrt - auf in die Schweiz

Aktualisiert: 6. März 2018

Arreviderci bella sardegna!

Abends um 20 Uhr stehen wir noch bei „gemütlichen“ 12 Grad, Vollmond und klarem Sternenhimmel im Hafen von Golfo Aranci. Die Hafenmitarbeiter weisen hektisch die Autos ein.


Als wir den Dicken auf die Fähre fahren, stellen wir fest, dass sie dies nicht mit besonderer Sorgfalt tun. Völlig schief eingeparkt lassen wir unser Heim im Laderaum zurück und beziehen die gebuchte Kabine. Klein aber fein! Vor Ort finden wir 2 Betten, ein eigenes Klo und eine Dusche vor. Eine Dusche!! *.*

Erstmal ankommen und die Beine hochlegen. Meine Waden krampfen nämlich ganz schön. Und das von der eigentlich echt lächerlichen Abschlusswanderung, die wir unternommen haben. 😀

Nachdem ich das erste Bier verhaftet habe und Lola die lang ersehnte Dusche genutzt hat, gehe ich als nächster der Körperpflege nach. Das nimmt einige Zeit in Anspruch. Nicht, weil ich so sau dreckig bin, sondern weil das warme Wasser einfach nicht leer gehen will. Viel zu geil so ‘ne Dusche ohne Sperrzeit! 😀

Gewaschen, gepflegt, genossen… Erstmal in der Bar die Cocktailpreise ermitteln. 7,50€ pro? Das ist ‘n Deal! Wir nehmen uns die Gläser mit in die Kabine, da Lucy anscheinend nicht genug gezahlt hat, um auch Zutritt zur Bar zu haben. Entspannt schlürfen wir unsere Abschlussgönnung, bevor wir die Lichter ausknipsen und in den Schlaf fallen.

Die Nacht ist kurz, die Überfahrt aber ruhig. 6 Stunden Schlaf, dann werden wir durch eine quarkige Stimme, die über die Lautsprecher unverständliches Englisch kundtut, geweckt. Völlig fertig packen wir alles zusammen und verlassen die Kabine, um erstmal Kaffee zu holen. Mit Sack und Pack setzen wir uns mitten auf den Gang und frühstücken.

Überpünktlich treffen wir in Livorno ein und werden vom Sonnenaufgang begrüßt, als wir den Laderaum verlassen. Sehr schick.. Aber fuck, ist das kalt hier!! 😀

Wir fahren und verfahren uns und geben ohne Ende Geld für die privatisierten, italienischen Autobahnen aus, bevor wir über die Grenze in die Schweiz einreisen. Dann heißt es Vignette kaufen. Das gestaltet sich aber verdammt schwierig, da sämtliche Rasthöfe geschlossen oder gesperrt zu sein scheinen. Also runter von der Autobahn. Der erste Versuch scheitert und endet nach einer kilometerlangen Serpentinenstraße in einer Stadt, die keine Tankstelle zu beherbergen scheint.

Der nächste Versuch glückt und wir erstehen die Vignette zum stolzen Preis von 40 CHF. Gestresst von der Suche nach einer Tanke überlesen wir die Gültigkeit des Aufklebers und sind erschrocken über den Preis, der uns für 18 Tage, so glauben wir, das Fahren auf Schweizer Straßen erlaubt.

Als wir Rheinfelden erreichen, der Ort an dem wir uns mit Lolas Mama treffen, um unsere Winterklamotten abzuholen, sind wir verblüfft. Irgendwie hatten wir uns unter dem besagten Namen ein kleines, beschauliches Dorf vorgestellt, in dem man ohne Probleme einen Nachtplatz findet. Aber dem ist nicht so! Wir fahren mitten im Lichtermeer der Stadt von der Autobahn ab und fahren von einem Wohngebiet ins nächste, um festzustellen, dass wir nirgendwo die Möglichkeit haben ungestört zu übernachten. Letztendlich landen wir auf einem „Pool+Park“ hell beleuchtet, direkt an der Straße gelegen und gut besucht. Naja, bevor uns die Sucherei noch die Laune verdirbt, ziehen wir einfach die Rollos zu und gehen früh schlafen.

Vorher lesen wir aber nochmal die Rückseite der Vignette durch und stellen fest, dass sie doch nicht nur, wie gedacht 18 Tage, sondern tatsächlich ein ganzes Jahr gültig ist. Dann ist der Preis ja doch in Ordnung!

Morgen steht einiges auf der to-do-Liste. Passbilder für den Skipass, Anmeldung usw., Geld wechseln, Schweizer SIM-Karte kaufen und zu Fuß über den Rhein nach Deutschland spazieren und günstig Hygieneartikel einkaufen. Nach Feierabend treffen wir uns dann mit Lolas Mutti. Gemeinsam essen, unsere Kartons in unser Auto umpacken und dann heißt es, Walliser Alpen und neues zu Hause auf Zeit, wir kommen!! 🙂


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