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  • Tim

Ein alpines Erlebnis

Aktualisiert: 6. März 2018

Golfball große, nasse Schneeflocken kommen vom Himmel und tauchen die Landschaft erneut in weiß. Seit 3 Tagen hat die Sonne sich nicht mehr blicken lassen und es schneit unermüdlich. Nebel verhüllt die Berge und die Sichtweite beträgt zeitweise nicht mehr als 5 Meter. Wieder einmal wird uns bewusst, was für einen krassen Wetterwechsel wir im Laufe unserer Reise mitmachen.


Heute -


Vor 2 Monaten -


Wir haben  5 Tage frei und nach den ersten beiden Urlaubstagen und –nächten, sitzen wir in Grächen fest. Die einzige Straße, die aus dem Dorf rausführt, ist wegen Lawinengefahr gesperrt. Das gesamte Skigebiet geschlossen.. Auf dem morgendlichen Hundespaziergang durch den Wald knackt und kracht es um mich herum. Bäume knicken, unter der Last des Schnees ein, als wären sie Streichhölzer. Gefährliche Angelegenheit! Also schnell raus aus dem Wald.

Der Plan nach Visp zu fahren, um einzukaufen, ist durch die Straßensperrung hinfällig und aus Plan B, snowboarden zu gehen, wird vorerst auch nichts. Also decken wir uns im Dorfladen mit völlig überteuerten Lebensmitteln ein und gucken anschließend, im Bett liegend, Serie und chillen. Tut auch mal gut, etwas nicht Anstrengendes zu tun.

Doch am Abend sitzen wir plötzlich im Dunkeln. Das komplette Dorf ist ohne Strom.. Sofort gehen uns die Erzählungen unserer Restaurantleiterin durch den Kopf. Vor 3 Jahren gab es mal einen Stromausfall, der 4 Tage anhielt. Das größte Problem dabei ist, dass die Ölheizungen, die in fast jedem Haushalt verbaut sind, einen elektrischen Zünder haben, der ohne Strom natürlich auch nicht funktioniert. Heißt, es ist nicht nur dunkel, sondern auch noch saukalt! Wir machen uns schon Gedanken darüber, wie es wohl sein wird tagelang ohne Strom in der kalten Wohnung zu hocken, als plötzlich das Licht wieder an geht. Zum Glück haben wir uns dieses Horrorszenario umsonst ausgemalt. 😀

Am 3. Urlaubstag ist es immer noch grau und neblig und die Pistenbullys sind Tag und Nacht im Einsatz, um die Pisten wieder befahrbar zu machen. Im Dorf sind in den 3 Tagen 70cm Neuschnee gefallen. 600m höher, am Restaurant, in dem wir arbeiten, ist es sogar 1 Meter! Mittlerweile sind es insgesamt 3 Meter.  Was für Massen!! Erstmal das Auto befreien…



Am folgenden Tag ist der Himmel strahlend blau, ein Teil der Pisten präpariert und die Sonne scheint mir ins Gesicht, als ich mit meinem Board auf dem Weg zur Gondel bin, um den vorletzten Urlaubstag so zu nutzen, wie ich es mir von Anfang an vorgestellt hatte. Dadurch, dass die Schulferien in den meisten Kantonen vorbei sind, sind nur noch wenige Gäste im Skigebiet, wodurch ziemlich viele unserer Arbeitskollegen auch frei haben. Wir treffen sie an der Bergstation und genießen zusammen, bei bestem Wetter, einen grandiosen Tag auf der menschenleeren Piste! Urlaubsfeeling.. 🙂





Nach 5 Tagen ist dieses Feeling aber wieder vorbei und es geht an die Arbeit. Naja, wenn man das so nennen kann. Die Piste ist, trotz guten Wetters, nach wie vor menschenleer und das Restaurant somit auch. Langeweile kommt auf, da wir ziemlich überbesetzt sind. Was für eine Schande! Die Piste könnte ganz allein uns gehören..


Aber gut, wir sind zum Arbeiten hier und nicht zum Urlaub machen. Das vergisst man bei der Umgebung schnell mal! 😀 Urlaub und Reisen sind im Frühjahr wieder an der Reihe. Wir diskutieren übrigens immer noch über das nächste Reiseziel. Wir können uns einfach nicht entscheiden. 😀

Aber sicher ist, es wird weitergehen! ❤

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Reisen in grün