• Tim

Hellas!

Nicht anders als erwartet, empfängt uns Griechenland mit offenen Armen. Der erste Morgen beginnt mit einer eindrucksvollen Aussicht auf eine kristallklare Bucht und mit dem leisen plätschern, der an die Uferkante schlagenden Wellen. Trotz des nicht optimal gewählten Nachtplatzes, haben wir geschlafen wie die Steine und wachen mit einem Grinsen im Gesicht auf. Voller Elan machen wir uns ans Werk. Lola erledigt den Abwasch, während ich den gesamten Innenraum vom italienischen Strand befreie. Nach nicht mal einer Stunde ist es vollbracht und wir beschließen uns wieder einmal auf die Suche nach Gas zu machen und unsere Schweizer Franken in Euros zu tauschen. Neues Land, neues Glück!


Und wieder. Es dauert keine zwei Stunden, bis wir fast alles, was wir in Italien wochenlang versucht haben zu regeln, erledigt haben. Unglaublich! Kaum zu glauben, nachdem wir beinahe ein ganzes Land nach Lüsterklemmen, Gas und einer Wechselstube abgesucht haben, ohne Erfolg gehabt zu haben. Spätestens jetzt wissen wir wieder, warum wir Griechenland seit unserem ersten Besuch vor 3 Jahren, so sehr lieben (Bildergalerie Griechenland 2016). Stellplätze ohne Ende, eine mehr als hilfsbereite Bevölkerung, gutes Essen und Sonne... Was will man mehr?!

Schnell noch etwas einkaufen und ab an den Strand. Leichter gesagt, als getan. Denn der Einkauf im griechischen Supermarkt erweist sich als äußerst schwierig. Das liegt in erster Linie daran, dass ich das griechische Alphabet nicht beherrsche, wodurch der gute Google Translator absolut überflüssig wird. Auf gut Glück kaufe ich einige Dinge, die so aussehen, als wären sie das was ich denke. An der Kasse werde ich von einer sehr freundlichen Verkäuferin darauf aufmerksam gemacht, dass die Milch, die ich für ganz normale, gewöhnliche Kuhmilch gehalten habe, aus dem Euter einer Ziege kommt. Glück gehabt! Der Kaffee wäre bestimmt schmackhaft geworden - "ohne Zucker und mit Stall, bitte!" :D


Kurz darauf fahren wir auf einer schmalen Straße, quer durch ein unbebautes Gebiet, das wir vorher bei Google Earth ausfindig gemacht hatten, um einen neuen Nachtplatz zu suchen. Dabei stellen wir aber fest, dass quasi das gesamte Gebiet eine riesige Sumpflandschaft ist. In der Oberfläche der teilweise überschwemmen wiesen, spiegelt sich die Mittagssonne und eine Horde Flamingos sonnt sich in mitten des gleißenden Feldes. Ein Raubvogel fliegt über uns hin und her und sucht nach Beute. Cool! Keine 20 Minuten von der Stadt entfernt, ist man umringt von Natur. Schön anzusehen aber zum Übernachten sehen wir hier keine Chance. Also fahren wir weiter.


Entlang der Küste bieten sich zahlreiche kleine Buchten zum Verweilen an. Die Qual der Wahl... Wir entscheiden uns für das Gelände eines Strandbistros. Verlassen steht es da, keine Fenster, keine Türen. Nur noch ein altes Münztelefon, ein Schild, auf dem Sonnenliegen angepriesen werden und ein umgekippter Kühlschrank, sind Zeugen einer fast vergessenen Zeit.

Zwischen Olivenbäumen rangieren wir den Dicken hin und her, bis wir von der Couch aus den perfekten Ausblick auf die Bucht haben. Genial! Ich schnappe mir meine Gitarre, setze mich in den Sand, lasse mich braten und genieße die Aussicht, während ich der musikalischen Kreativität freien Lauf lasse. Besser könnte es gerade echt nicht sein!


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Reisen in grün

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