• Tim

So hatten wir uns das nicht vorgestellt...

Aktualisiert: 6. März 2018

Einen Tag Sonne, am nächsten wieder Unwetter… Wir ertrinken im Regen und der Zylinderkopf ist noch nicht einmal fertig ausgebaut. Nach wie vor das Problem mit den festgebackenen Schrauben und fehlenden Schwimmflügeln.

Langsam macht sich bei uns der Unmut breit, da wir von Tag zu Tag weiter in Verzug geraten und wir unsere Auszeit in Griechenland schwinden sehen. Nachdem der Sturm uns den Pavillon geraubt hat, ist unser einziger Regenschutz auch futsch.. Die letzten Tage waren wir des öfteren kurz vor’m Aufgeben.

„Scheiß drauf! Wir hängen die Karre an, ziehen sie zur nächsten Werkstatt, lassen sie dort reparieren und während dessen fliegen wir irgendwo hin, wo uns das ganze Thema mal am Arsch lecken kann“, sagte ich, während ich schon auf „Urlaubspiraten.de“ unterwegs war und Flüge auf die Phillipinen sah.. 😀 360€ pro Person! Hin- und Rückflug!! Da kommt man ja ins Grübeln.

Doch eine Lösung ist das eigentlich auch nicht, da unsere Ersparnisse dann deutlich schneller schwinden würden, als sie dürfen und wir ja eigentlich andere Pläne haben. Von daher Arschbacken zusammenkneifen und durchziehen. So waren wir dann vor 3 Tagen wieder davor. Wir machten uns wieder ans Werk und kamen tatsächlich relativ gut vorran. Nun waren wir 3 Schritte vor Zylinderkopf raus und fühlten uns unserer Sache ziemlich sicher.

Fehlanzeige.. Ein Problem jagt das nächste! Um die Gleitschienen der Steuerkette aus dem Zylinderkopf ausbauen zu können, müssen 2 Bolzen mit Innengewinde aus dem Block gezogen werden. Dies sollte mittels eigens konstruiertem Auszieher passieren. 15er Nuss, etliche Unterlegscheiben und eine M10-Maschinenschraube stellten in Kombination den Auszieher dar. Soweit so gut..

Einer der Bolzen ließ sich mit viel Rostlöser und grober Gewalt aus dem Block ziehen.

Der zweite hingegen wehrte sich mit aller Kraft, bis die Schraube den Geist aufgab und sich teilte.

Sämtliche Versuche die Schraube aus dem Gewinde zu bekommen scheiterten. Wir kauften einen Linksausdreher, der wegen Platzproblemen nicht wirklich half, versuchten die Schraube auszubohren und zerbrachen uns den Kopf über weitere Lösungsansätze.

Doch vergeblich.. Jetzt ist es soweit! Wir sind am Ende unseres Lateins und haben vor allem absolut keinen Bock mehr auf weitere Tage der Verzweiflung! Nun ist das Problemkind auf dem Weg in die Werkstatt. Sollen die sich damit abärgern..

Dummer Weise springen uns seit mehreren Tagen immer wieder so unschlagbare Flugangebote an.. 😀 Dom. Rep. – 30 Tage für 500€ p.P.! Also wenn das mit der Karre so weitergeht und wir Lucy für ‘ne Weile bei meinen Eltern unterbringen können, ist das die Option der Wahl!

Wir haben jetzt auf jeden Fall das ungewisse, nicht planbare Leben, das wir uns immer gewünscht haben und es ist deutlich anstrengender als erwartet.. Aber es bleibt spannend! 😀

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Reisen in grün

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