• Tim

Strom und Gas? Das wär' doch was!

Der kaputte Laptop ist Thema Nummer 1. Zumindest für kurze Zeit. Nach wie vor quält mich die unbefriedigte Nikotinsucht und hält mich davon ab Probleme objektiv zu betrachten. Gut, ich bin schon ganz froh darüber, dass der Laptop nur innerlichen Schaden genommen hat und nicht auch noch, durch mein unkontrolliertes Einwirken, äußerlich leiden musste. Sonst hätte ich auf eine Reparatur auf Garantie wohl gar keine Chance. Trotzdem - kaputt ist kaputt und eine Lösung ist so schnell nicht in Sicht. Objektivität hin oder her... Am nächsten Tag geht es schon besser. Der Versand nach Deutschland ist mit GLS kein Problem. Allerdings will der Hersteller den Laptop im originalen Karton. Und der steht bei meinem Eltern. Bedeutet, Laptop zu meinen Eltern, von dort aus zum Hersteller, dann wieder zu meinen Eltern und zurück zu mir. Wie das mit dem ‚zurück zu mir‘ funktionieren soll, weiß ich auch noch nicht, aber da lassen wir uns schon noch was einfallen. Naja, immerhin ist das Ding jetzt unterwegs und mir aus den Augen. Widmen wir uns wieder einem bekannteren Problem: Der Gasnot.

Ja, nach wie vor ist es abends und nachts nicht sonderlich gemütlich, ohne unsere wunderbare Trumatic E aus dem 16. Jahrhundert. Dafür, dass sie im Inneren wahrscheinlich völlig verdeckt ist und wir sie nicht sonderlich schonen, tut sie das was sie soll eigentlich immer noch ziemlich gut. Leider will sie dafür aber auch gefüttert werden. Und das mit Dingen, die wir dummerweise nicht in Großhandelsmengen zur Verfügung haben. Gas und Strom... Von dem Gasproblem habe ich ja schon mehrfach berichtet. Doch, dass der besagte Besuch bei "bensi gas" ein absoluter Glückstreffer bleiben sollte, war uns zu diesem Zeitpunkt noch nicht bewusst.

Wir verlassen das GLS Gelände und machen uns auf den Weg. Am Vorabend haben wir das Internet ausgewrungen und nach möglichen Anlaufstellen gesucht, bei denen es Gas geben könnte. Der halbe Tag geht verloren. Denn keiner der angeblichen Helfer ist so hilfsbereit wie Luca Bensi. Am Abend sitzen wir da, die letzten Reste aus der Flasche quetschend und fragen uns, wie wir das Problem lösen sollen. Doch lange müssen wir uns diese Frage gar nicht stellen. Das Antworten übernimmt jemand bzw. etwas anderes für uns. Plötzlich beginnt die LED des Bedienteils der Heizung rot an zu blinken und im selben Moment verschwindet der warme Luftzug, der eben noch meine Füße wärmte. Na super... Rotes Blinken also. Die Bedeutung dieser Fehlermeldung ist uns sehr wohl bekannt, denn wir sehen sie regelmäßig. Kein Saft mehr. Die Batterie ausgelutscht bis aufs letzte. Kurz vor dunkel, sozusagen. Ein aufmunternder Gedanke ploppt in meinem Kopf auf - Na, ein Glück sind wir nicht nach Sibirien gereist! Und dabei hatte ich mir das auf Sardinien noch so sehr gewünscht, als die Fliegen mich zu Tode genervt haben.. :D Einen kurzen Moment lang hält sich die Wärme noch in unseren kleinen 4 Wänden. Doch wenn ich von einem kurzen Moment spreche, dann meine ich es auch so. Die Löcher, Schlitze, Spalte und Undichtigkeiten, die ein 27 Jahre altes Auto nun mal hat, sorgen schnell für guten Durchzug und nehmen dabei sämtliche Wärme mit. Danke liebe Batterie! Danke liebe Heizung! Und zu guter Letzt, danke liebes Auto! Ihr seid wundervoll!! <3

Es ist 22 Uhr, als wir uns ins Bett verkriechen, um wenigstens unsere Körperwärme unter der Decke bei uns zu behalten. Ich schlafe schnell ein. Doch als ich den nötigsten Schlaf aufgeholt habe, werde ich vom Frost, der sich an meiner neuerdings fast nackten Kopfhaut festsetzt, geweckt. Ich ziehe mir die Decke über den Kopf. Mmmh schön warm! Beinahe wäre ich wieder eingeschlafen. Doch dann, das nächste Problem. Im Halbschlaf kommt mir ein Traum vom Ertrinken in den Kopf. Geschuldet ist dieser Traum dem immer knapper werdenden Sauerstoff unter meinem Glatzenheizzelt. Nach mehrfachem hin- und herwälzen kapituliere ich. Aufstehen ist angesagt. Kreislauf in Schwung bringen, damit mir nicht mehr kalt ist. Als ich die Schiebetür öffne, strahlt mir die Sonne wärmend ins Gesicht. Woa... Das ist jetzt genau das richtige, denke ich, als ich zähneputzend, eingepackt wie ein Eskimo, vor dem Auto stehe und aufs wellige Meer hinausblicke.


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